
Daytrading lernen kostenlos: was gratis ist und was es kostet
Zuletzt aktualisiert: 15. September 2026
Daytrading kostenlos zu lernen ist bis zur ersten echten Order möglich: Der Kurs „EVEDEX Fundamentals“ mit 35 Lektionen kostet nichts, danach entsteht Lehrgeld durch Gebühren von höchstens 0,015 % Maker und 0,045 % Taker vor Cashback, Funding und mögliche Liquidationen. Wer nach „Daytrading lernen kostenlos“ sucht, sollte deshalb zwei Rechnungen kennen, die für Kurse und die für den Markt.
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Gratis: „EVEDEX Fundamentals“ bietet 35 Lektionen mit rund 3,1 Stunden Video, dazu kommen 6 offene Probelektionen mit rund 1,3 Stunden in zwei Abo-Kursen.
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Abo: Prime kostet 35 US-Dollar im Monat oder 348 US-Dollar im Jahr, das entspricht 29 US-Dollar monatlich.
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Cashback-Rechnung: Die 5 % Prime-Cashback decken den Monatspreis erst ab rund 1,56 Mio. US-Dollar Taker-Volumen.
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Lehrgeld: 150 Übungstrades über je 20 USDT kosten nur 2,70 USDT Gebühren, eine einzige Liquidation mit 20-fachem Hebel dagegen fast das ganze Konto.
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Warnsignale: Die BaFin veröffentlichte zwischen dem 07. und 15.09.2026 mindestens zwölf Warnungen vor Angeboten ohne Erlaubnis.
Daytrading lernen kostenlos: was wirklich gratis ist
„Kostenlos“ hat im Trading-Unterricht drei Bedeutungen. Echte Gratisinhalte kosten weder Geld noch eine Einzahlung. Probelektionen sind Ausschnitte aus bezahlten Kursen. Und „kostenlose“ Webinare können dem Verkauf eines teuren Coachings dienen. Nur die erste Kategorie ist wirklich gratis, die zweite kann trotzdem nützlich sein, die dritte verlangt Vorsicht.
Echte Gratisquellen gibt es mehr, als viele denken. Die Dokumentationen der Börsen erklären Ordertypen, Margin und Liquidation mit Rechenbeispielen. Marktdaten wie Kurse, Open Interest und Handelsvolumen stellt CoinGecko über eine öffentliche Schnittstelle bereit. Und einige Lernplattformen bieten vollständige Einsteigerkurse ohne Abo. Bei der EVEDEX Academy ist das der Kurs „EVEDEX Fundamentals“: 7 Module, 35 Lektionen und laut Kursseite 11.091 Sekunden, also rund 3,1 Stunden Video. Für Daytrader relevant sind vor allem zwei Module:
- Smart trading architecture: 5 Lektionen mit rund 22 Minuten, vom Unterschied zwischen Anleger und Trader bis zum Arbeiten mit TradingView.
- Perpetual futures trading: 6 Lektionen mit rund 25 Minuten zu Spot und Futures, Hebel, Liquidation, Perpetuals, Risiken und einem vorsichtigen Einstieg.
Zusätzlich sind in zwei Abo-Kursen je drei Lektionen offen. Im Kurs „Crypto: Beginner Level“ betrifft das die ersten drei Lektionen zu Blockchain, Netzwerken und Arten von Kryptowährungen mit zusammen rund 48 Minuten. Im Kurs „Crypto: Digital Asset Trading“ sind die Lektionen zu Kryptowährungen, Börsen und Wallets mit rund 28 Minuten frei. Einen Überblick über alle Kurse und Formate finden Sie unter Trading lernen. Wichtig für deutschsprachige Lernende: Alle Videos sind englisch, und deutsche Untertitel gibt es bei keinem Kurs.
Kostenlose Inhalte beantworten allerdings nur die Frage nach dem Was, nicht nach dem Wann. In welcher Reihenfolge Sie Grundlagen, Charts und erste Trades angehen, beschreibt der Fahrplan wie kann man Trading lernen. Die Begriffe rund um Kontrakte, Margin und Funding erklärt Futures Trading lernen, den Ablauf eines echten Handelstages der Leitfaden zum Day Trading. Und weil das teuerste Lehrgeld fast immer durch zu hohen Hebel entsteht, lohnt vorab ein Blick auf die Seite zum Hebelhandel.
Kostenlos, Abo oder Markt im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die Lernwege nach Preis, Umfang und Grenzen. Die Angaben zur Academy stammen von deren Kursseiten, die Gebühren aus der Dokumentation der Börse.
| Lernweg | Umfang | Preis | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Börsen-Dokumentation | Ordertypen, Gebühren, Margin, Liquidation, Funding mit Rechenbeispielen | 0 US-Dollar | Nachschlagewerk ohne Didaktik und ohne Übungen |
| Kurs „EVEDEX Fundamentals“ | 7 Module, 35 Lektionen, rund 3,1 Stunden Video | 0 US-Dollar | Englisch ohne Untertitel, Tradingthemen nur in 2 von 7 Modulen |
| Offene Probelektionen | 6 Lektionen in 2 Abo-Kursen, rund 1,3 Stunden | 0 US-Dollar | Nur Einstiegsthemen, Chartanalyse und Risikomanagement bleiben gesperrt |
| Prime-Abo | Zugang zu allen Kursen, darunter 19 Lektionen „Crypto: Digital Asset Trading“, plus 5 % Cashback | 35 US-Dollar pro Monat oder 348 US-Dollar pro Jahr | Englische Videos, deutsche Untertitel fehlen |
| Üben am Markt | Echte Ausführung, echte Emotionen, echte Kosten | 0,015 % Maker, 0,045 % Taker, dazu Funding und 5 % Liquidationsgebühr auf die Erhaltungsmarge | Verluste sind real, bei hohem Hebel bis zum ganzen Konto |
Stand: 15.09.2026. Kursumfang und Untertitel: Kursseiten der EVEDEX Academy (Abruf 15.09.2026); Prime-Preis: Dokumentation Prime Subscription; Gebühren und Liquidationsgebühr: Trading Fees und Liquidations.
Was das Prime-Abo kostet und enthält
Das Prime-Abo ist der kostenpflichtige Teil der EVEDEX Academy. Laut Dokumentation kostet es 35 US-Dollar im Monat oder 348 US-Dollar im Jahr. Wer jährlich zahlt, kommt auf umgerechnet 29 US-Dollar pro Monat und spart gegenüber zwölf Monatszahlungen von 420 US-Dollar gut 17 %. Enthalten sind laut Dokumentation:
- Academy-Zugang: alle Kurse, darunter die Trading-Kurse „Crypto: Beginner Level“ und „Crypto: Digital Asset Trading“.
- Cashback: zusätzlich 5 % Rückvergütung auf Handelsgebühren.
- Support: priorisierter Support rund um die Uhr.
- Skill Points: 5 Punkte für das Gamification-System direkt nach Abschluss des Abos.
Ob sich das Abo lohnt, hängt vom Lernbedarf ab, nicht vom Cashback. Die Rechnung dazu: Damit 5 % Cashback 35 US-Dollar einbringen, müssten 700 US-Dollar Gebühren anfallen. Bei 0,045 % Taker-Gebühr entspricht das rund 1,56 Mio. US-Dollar Handelsvolumen im Monat, bei reinen Maker-Orders sogar rund 4,67 Mio. Für Lernende mit Mini-Positionen spielt das Cashback also keine Rolle. Das Abo lohnt sich nur, wenn Sie die Kursinhalte tatsächlich nutzen, etwa die Module zu Chartanalyse, Risikomanagement und Strategien, und mit englischen Videos gut zurechtkommen.
Die versteckten Kosten: Lehrgeld am Markt
Die teuerste Lernphase ist selten der Kurs, sondern der Übergang zu echtem Geld. Drei Kostenarten treffen Einsteiger:
- Gebühren: fallen bei jeder Ausführung an, sind bei kleinen Positionen aber gering.
- Funding: fällt nur bei gehaltenen Perpetual-Positionen an und wird auf EVEDEX stündlich verrechnet.
- Liquidationen: kosten nicht nur den Verlust selbst, sondern zusätzlich 5 % Gebühr auf die Erhaltungsmarge.
Der mit Abstand größte Posten ist die Liquidation, und sie hängt fast nur vom Hebel ab. Ein Beispiel mit echten Parametern: Ein Konto mit 50 USDT eröffnet eine SOL-USD-Position mit 20-fachem Hebel, also 1.000 USDT Positionswert. Die Erhaltungsmarge beträgt laut den Handelsbedingungen von EVEDEX 0,4 %, also 4 USDT. Vereinfacht gerechnet, ohne Gebühren und Funding, ist das Konto nach einer Gegenbewegung von 4,6 % liquidiert.
Wie oft kommt eine solche Bewegung vor? Wir haben die 4-Stunden-Kerzen der CoinGecko-API für Solana zwischen dem 17.08. und 14.09.2026 nach UTC-Tagen ausgewertet. Die mittlere Tagesspanne lag bei 5,4 %, der Median bei 4,64 %, und an 14 von 29 Tagen überstieg die Spanne 5 %. Bei Ether waren es im selben Zeitraum im Mittel 4,53 %, mit einem Ausreißer von 21,56 % am 19.08.2026. Bei 20-fachem Hebel auf das ganze Konto war die Tagesspanne von Solana also an etwa jedem zweiten Tag größer als der Abstand zur Liquidation; lief der Kurs in die falsche Richtung, war das Konto weg.
Rechenbeispiel: drei Monate Üben mit 100 USDT
Wie niedrig das Lehrgeld sein kann, zeigt ein Szenario mit disziplinierten Regeln. Angenommen, Sie zahlen 100 USDT ein und handeln drei Monate lang an rund 50 Tagen je drei Mini-Trades über 20 USDT Positionswert per Market-Order:
- Anzahl: 150 Hin- und Rückwege.
- Gebühren: 150 × 20 USDT × 0,09 % ergibt 2,70 USDT.
- Funding: bei Haltedauern unter einer Stunde oft keine oder nur einzelne Verrechnungen, bei 0,01 % je 8 Stunden auf 20 USDT höchstens 0,00025 USDT je Stunde.
- Hebel: höchstens 2x, damit die Liquidation rund 50 % entfernt liegt.
- Verlustlimit: Pause nach 10 USDT Verlust in einer Woche.
Die festen Kosten bleiben in diesem Szenario unter 3 USDT, der Rest ist Marktrisiko, das Sie über das Verlustlimit steuern. Das Gegenbeispiel: Wer dieselben 100 USDT in einen einzigen Trade mit 20-fachem Hebel steckt, riskiert sie an einem gewöhnlichen Handelstag vollständig. Kostenloses Lernen scheitert selten an Kursgebühren, sondern fast immer an zu großen Positionen.
Demokonto, App und PDF: Gratis-Formate im Check
Neben Kursen tauchen bei der Suche nach kostenlosem Daytrading-Unterricht vor allem drei Formate auf. Jedes hat seinen Platz, keines ersetzt die anderen:
- Demokonto: Übungskonten mit Spielgeld, wie Broker sie anbieten, trainieren Abläufe wie Ordereingabe und Stop-Loss, bilden aber weder echte Emotionen noch immer realistische Ausführung ab. Prüfen Sie, ob Gebühren und Liquidationsregeln im Demo identisch mit dem Echtkonto sind.
- Trading-Apps: Apps sind praktisch, um Positionen unterwegs zu überwachen. Zum Lernen eignen sie sich weniger, weil kleine Bildschirme zu schnellen Entscheidungen verleiten. Die mobile App von EVEDEX etwa ist laut Help Center vor allem für die Überwachung von Trades und Bots gedacht.
- PDF-Skripte: Kostenlose PDFs können Lead-Magneten für kostenpflichtige Angebote sein. Wertvoll sind dagegen Primärdokumente wie Börsen-Dokumentationen oder die Veröffentlichungen der Aufsicht.
Ein weiterer Gratis-Baustein wird oft übersehen: Ihr eigenes Papier-Journal. Eine Tabelle mit Einstieg, Stop, Ziel, Positionsgröße und Gebühren kostet nichts und liefert nach 50 Einträgen mehr Erkenntnis als jeder Werbe-Webinar. Rechnen Sie dabei mit den echten Gebührensätzen, auf EVEDEX also 0,09 % des Positionswerts für einen Hin- und Rückweg per Market-Order, sonst wirkt jede Methode besser, als sie ist.
Und schließlich ist auch Zeit ein Preis. Die kostenlosen trading-relevanten Videos der EVEDEX Academy summieren sich auf rund 4,4 Stunden: 3,1 Stunden im Kurs „EVEDEX Fundamentals“ und 1,3 Stunden in den offenen Probelektionen. Wer diese Inhalte mit Notizen und Rechenübungen durcharbeitet, braucht realistisch das Doppelte bis Dreifache.
Warnsignale bei kostenpflichtigen Trading-Coaches
Nicht jeder bezahlte Kurs ist unseriös, und nicht jedes Gratisangebot ist gut. Bestimmte Muster sollten Sie aber aufhorchen lassen:
- Renditeversprechen: Die BaFin formuliert es klar: Je höher die versprochene Rendite, desto größer das Risiko eines Kapitalverlusts.
- Zeitdruck: Countdown-Rabatte und „nur heute“-Preise sollen das Nachdenken verkürzen.
- Screenshots statt Zahlen: Einzelne Gewinnbilder beweisen nichts; ein vollständiges, geprüftes Journal wäre ein Beleg.
- Signalgruppen gegen Gebühr: Die BaFin warnte am 09.09.2026 vor einem Telegram-Kanal mit Bot, dessen Betreiber im Verdacht stehen, ohne Erlaubnis Krypto-Dienstleistungen anzubieten.
- Pflicht-Broker: Wird ein bestimmter Broker vorgeschrieben, verdient der Coach womöglich an Ihren Einzahlungen oder Verlusten.
- Kein Impressum: Fehlen Name, Anschrift und Qualifikation der Dozenten, fehlt die Grundlage für jede Reklamation.
Zur Einordnung von Erfolgsversprechen hilft die Forschung. In der großen Taiwan-Studie von Barber, Lee, Liu und Odean erzielten in einem typischen Jahr rund 13 % der Daytrader nach Gebühren einen Gewinn, dauerhaft überdurchschnittlich war weniger als 1 %. Ein Kurs, der „finanzielle Freiheit durch Daytrading“ verspricht, verkauft also die Ausnahme als Regel.
Ein Angebot in fünf Schritten prüfen
Bevor Sie für einen Kurs, ein Coaching oder eine Signalgruppe bezahlen, lohnt eine kurze Prüfung:
- Anbieter: Wer steht im Impressum, und bietet das Unternehmen auch Finanzdienstleistungen an? Dann gehört es in die Unternehmensdatenbank der BaFin.
- Warnungen: Taucht der Name in den Verbraucherwarnungen der BaFin auf? Allein zwischen dem 07. und 15.09.2026 kamen dort mindestens zwölf neue Warnungen vor unerlaubten Angeboten hinzu.
- Inhalt: Gibt es ein Inhaltsverzeichnis mit Lektionen und Laufzeiten, oder nur Versprechen?
- Probe: Lassen sich Lektionen vorab ansehen, wie die sechs offenen Lektionen in den Abo-Kursen der EVEDEX Academy?
- Risiko: Nennt der Anbieter Verlustrisiken konkret, mit Hebel, Liquidation und Kosten?
Ein Beispiel für die Anwendung: Ein Kanal in einem Messenger bewirbt ein „Daytrading-Mentoring“ für 499 Euro, zeigt Gewinn-Screenshots, nennt keinen Verantwortlichen und schreibt eine bestimmte Handelsplattform vor. Das Angebot scheitert damit an vier von fünf Punkten: Es gibt keinen prüfbaren Anbieter, keine Inhaltsübersicht, keine Probe und keine Risikoangaben. Selbst wenn der Preis nur ein Zehntel betrüge, wäre das Geld besser in einem Journal und einigen Mini-Trades angelegt, deren Gebühren bei 20 USDT Positionswert unter 2 Cent je Hin- und Rückweg liegen. Das Beispiel ist erfunden, das Muster nicht: Genau solche Merkmale beschreiben die Warnungen der Aufsicht immer wieder.
Ein Angebot, das an zwei dieser Punkte scheitert, ist sein Geld selten wert. Umgekehrt gilt: Auch ein seriöser Kurs garantiert keinen Handelserfolg. Er kann Wissen vermitteln und Fehler ersparen, die Disziplin beim eigenen Trade nimmt er Ihnen nicht ab.
Kostenlos starten mit EVEDEX
Mit EVEDEX lässt sich der Lernweg in zwei Teilen gehen. Die Academy auf academy.evedex.com bietet mit „EVEDEX Fundamentals“ einen kostenlosen Einsteigerkurs mit 35 Lektionen, die weiterführenden Trading-Kurse gehören zum Prime-Abo. Die Börse ist eine hybride Plattform für Perpetual Futures mit Off-Chain-Orderbuch und On-Chain-Abrechnung auf Arbitrum L2. Für den Einstieg mit kleinen Beträgen gelten laut Handelsbedingungen und Dokumentation am 15.09.2026: Mindesteinzahlung 6 USDT, Mindestorderwert 5 USDT, Gebühren 0,015 % Maker und 0,045 % Taker, 52 Paare rund um die Uhr.
Der Hebel reicht bis 200x nur bei BTC-USD, ETH-USD und SOL-USD und nur bis 50.000 US-Dollar Positionswert, was für Lernende keine Empfehlung ist, sondern eine Obergrenze. Ein traditionelles KYC gibt es nicht, Einzahlungen durchlaufen eine automatische AML-Prüfung. Der Handel mit Perpetual Futures birgt ein hohes Verlustrisiko; EVEDEX steht Privatkunden im Vereinigten Königreich nicht zur Verfügung.



