Einzahlung über $500 und Freischaltung des Verlustschutzes. Boni anzeigen
EVEDEX/Blog/Was ist Prop Trading? Definition, Modelle und Unterschiede
Bankgebäude mit Zahnrädern als Symbol für eine Prop-Trading-Firma

Was ist Prop Trading? Definition, Modelle und Unterschiede

Elizaveta Bakradze
Elizaveta Bakradze
15. September 2026
12 Minuten

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2026

Prop Trading bedeutet Handel für eigene Rechnung eines Unternehmens statt mit Kundengeld – im Privatkundenmarkt heißt das meist: Sie zahlen eine Prüfungsgebühr ab 89 Euro, handeln ein simuliertes Konto und erhalten bis zu 90 % der simulierten Gewinne (FTMO, Stand 15.09.2026). So lautet die kurze Antwort auf „Was ist Prop Trading?“. Funded Trading auf EVEDEX funktioniert anders: 50 USDT eigene Margin ergeben 1.500 USDT Nominal.

  • Eigenhandel im klassischen Sinn ist Handel mit eigenem Kapital eines Instituts; in Deutschland müssen Banken ab 100 Milliarden Euro Handelsbestand bestimmte Eigengeschäfte abspalten (§ 3 Abs. 2 KWG).
  • Retail-Prop-Firmen verkaufen eine Prüfung: Bei FTMO 2-Step sind es 10 % plus 5 % Gewinnziel, 5 % Tagesverlust- und 10 % Gesamtverlustgrenze.
  • Simuliertes Kapital ist dort die Regel: FTMO, FundedNext und The5ers beschreiben ihre Konten in den eigenen Bedingungen als Demo- oder Simulationskonten.
  • EVEDEX Funded Trading vergibt kein Kapital: 50 USDT Margin ergeben 1.500 USDT Nominal, der Faktor 30 ist Hebel und kein Geld der Börse.
  • Verlust und Gewinn liegen beim Trader: 100 % des realisierten Gewinns nach Gebühren und Funding, maximaler Verlust ist die eingezahlte Margin.

Inhalt des Artikels

Was ist Prop Trading? Drei Modelle im Vergleich

Unter dem Begriff laufen heute drei Geschäftsmodelle, die wenig miteinander zu tun haben. Die Tabelle trennt sie danach, wessen Geld eingesetzt wird, was der Einstieg kostet, wer den Gewinn bekommt und wer den Verlust trägt.

ModellWessen KapitalEinstiegGewinn für den TraderVerlustrisiko des TradersSchwächen
EVEDEX Funded TradingEigene Margin in USDT; der angezeigte Nominalwert ist Hebel und laut Nutzungsbedingungen kein Kapital von EVEDEXKeine Challenge; Beispiele: 50 USDT Margin ergeben 1.500 USDT Nominal, 165 USDT ergeben 5.000 USDT100 % des realisierten Gewinns, abzüglich Handelsgebühren (0,015 % Maker, 0,045 % Taker) und FundingBis zur gesamten eingezahlten Margin, keine NachschusspflichtEchtes eigenes Geld im Risiko; nur Web, keine API; nur 52 Perpetual-Paare; Parameter laut Bedingungen einseitig änderbar
Retail-Prop-Firma mit Prüfung (FTMO 2-Step)Simuliertes Kapital; FTMO spricht von Demokonten mit fiktivem GuthabenZwei Prüfphasen ab 89 Euro; Gewinnziel 10 % und 5 %, mindestens 4 HandelstageBis zu 90 % der simulierten Gewinne als Reward; Gebühr nach Bestehen zu 100 % erstattetDie Prüfungsgebühr; das Konto endet bei 5 % Tages- oder 10 % GesamtverlustGebühr verfällt bei Regelverstoß; kein Handel am echten Markt; strenge Verlustgrenzen
Retail-Prop-Firma ohne Prüfung (FundedNext Stellar Instant)Virtuelles Kapital in einer Demo-Umgebung laut FundedNextKeine Prüfung; Kontogröße 2.000 $ regulär 59,99 $, am Stichtag als Aktion 41,99 $70 % Reward ab dem ersten Tag, ab Tier 3 bis zu 80 %Die Kontogebühr; das Konto endet bei 6 % nachlaufendem MaximalverlustKeine Gebührenerstattung; Krypto-Hebel 1:1; Gewinne aus News-Trading nur zu 40 % angerechnet
Eigenhandel einer Bank oder eines HandelshausesEigenes Kapital des InstitutsAnstellung als Händler, keine Gebühr für den HändlerGehalt und Bonus nach ArbeitsvertragDas Institut trägt den Verlust, der Händler riskiert Bonus und StelleStreng reguliert; Banken ab 100 Milliarden Euro Handelsbestand dürfen bestimmte Eigengeschäfte nur in einem abgetrennten Finanzhandelsinstitut betreiben

Stand: 15.09.2026. Quellen: EVEDEX Help Center – Funded Trading (aktualisiert 13.07.2026), Terms of Use: Funded Subaccounts, EVEDEX Trading Fees, FTMO Comparison Table, FundedNext Stellar Instant, § 3 KWG. Anzahl der Paare: EVEDEX-Handelsbedingungen, abgerufen am 15.09.2026.

Die wichtigste Zeile ist die zweite Spalte. Nur im Eigenhandel einer Bank arbeitet der Händler tatsächlich mit dem Kapital eines Dritten. Die Retail-Anbieter schreiben selbst, dass ihre Konten simuliert sind, und bei Funded Trading auf EVEDEX handeln Sie mit Ihrer eigenen Margin und einem vorkonfigurierten Hebel. Wer „Prop Trading“ googelt, landet fast immer beim zweiten oder dritten Modell, auch wenn Werbung und Begriffe nach dem ersten klingen.

Weil das größere Konto bei EVEDEX allein durch Hebel entsteht, gelten dort dieselben Grundregeln wie beim Hebelhandel. Wie Sie ein solches Konto ohne Prüfung eröffnen, beschreibt der Beitrag Prop Trading ohne Challenge; an welchen Warnsignalen Sie unseriöse Anbieter erkennen, zeigt Ist Prop Trading Betrug?.

Eigenhandel: woher der Begriff kommt

„Prop“ ist die Kurzform von „proprietary“, auf Deutsch Eigenhandel oder Handel für eigene Rechnung. Gemeint war ursprünglich ein Geschäftsbereich von Banken und Wertpapierhäusern: Händler kaufen und verkaufen Wertpapiere, Anleihen, Devisen oder Derivate nicht im Auftrag eines Kunden, sondern auf eigenes Risiko des Hauses. Gewinne verbessern das Ergebnis des Instituts, Verluste belasten dessen Eigenkapital.

Das deutsche Kreditwesengesetz unterscheidet dabei zwei Begriffe. Eigenhandel nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG umfasst unter anderem das kontinuierliche Anbieten von An- und Verkaufskursen „zu selbst gestellten Preisen für eigene Rechnung unter Einsatz des eigenen Kapitals“ – also Market Making –, die systematische Internalisierung, den Handel für eigene Rechnung als Dienstleistung für andere und den Hochfrequenzhandel. Eigengeschäft ist dagegen der Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung, der kein Eigenhandel in diesem Sinne ist. Für die Alltagssprache verschwimmen beide Begriffe unter „Prop Trading“.

Nach der Finanzkrise haben Gesetzgeber diesen Bereich deutlich eingeschränkt. In Deutschland regelt § 3 Abs. 2 KWG, das sogenannte Trennbankengesetz, zwei Schwellen:

  • 100 Milliarden Euro: Übersteigen Handelsbestand und Liquiditätsreserve einer Bank zum vorangegangenen Abschlussstichtag diesen Wert, sind bestimmte Geschäfte verboten.
  • 90 Milliarden Euro und 20 %: Erreicht die Bilanzsumme in den letzten drei Geschäftsjahren jeweils mindestens 90 Milliarden Euro und machen diese Positionen mehr als 20 % der Bilanzsumme aus, gilt das Verbot ebenfalls.
  • Verbotene Geschäfte sind unter anderem Eigengeschäfte sowie Kredit- und Garantiegeschäfte mit Hedgefonds, soweit sie nicht in einem abgetrennten Finanzhandelsinstitut betrieben werden.
  • 12 Monate hat eine Bank nach Überschreiten einer Schwelle Zeit, betroffene Geschäfte zu beenden oder auszulagern.

In den USA verfolgt die Volcker-Rule dasselbe Ziel. Nach Darstellung der Federal Reserve verbietet sie Bankinstituten grundsätzlich den Eigenhandel sowie Beteiligungen an und das Sponsoring von Hedgefonds und Private-Equity-Fonds. Ausgearbeitet wurde sie von fünf Aufsichtsbehörden, darunter die Federal Reserve, die CFTC und die SEC. Eigenhandel betreiben heute auch spezialisierte Handelshäuser und Market-Making-Firmen, die mit eigenem Geld handeln und ihre Händler anstellen.

Wer dort handelt, ist in der Regel angestellt und bewirbt sich wie auf jede andere Stelle; eine Gebühr für den Zugang zahlt er nicht. Für Privatpersonen ist das ein schmaler Weg. Diese Lücke adressieren Retail-Anbieter, die sich ebenfalls „Prop-Firmen“ nennen. FTMO etwa bietet seine zweistufige Challenge nach eigenen Angaben seit 2015 an.

Wie Retail-Prop-Firmen arbeiten

Retail-Prop-Firmen übertragen die Idee des Eigenhandels auf ein Online-Produkt. Der Ablauf ist bei den großen Anbietern ähnlich, die Zahlen unterscheiden sich. Als Referenz dienen hier die öffentlichen Regeln von FTMO, weil der Anbieter sie vollständig auf seiner Website veröffentlicht; die Daten stammen vom 15.09.2026.

  1. Gebühr zahlen: Sie wählen eine Kontogröße und zahlen einmalig. Die 2-Step-Challenge beginnt laut FTMO bei 89 Euro, die 1-Step-Variante bei 79 Euro.
  2. Prüfung bestehen: Im 2-Step-Modell müssen Sie in der ersten Phase 10 % und in der zweiten Phase, der Verification, 5 % Gewinn erzielen, jeweils an mindestens 4 Handelstagen.
  3. Verlustgrenzen einhalten: Der Kontowert darf an einem Tag nicht mehr als 5 % und insgesamt nicht mehr als 10 % des Startkapitals verlieren. Im 1-Step-Modell liegt die Tagesgrenze bei 3 %, und die 10 % werden nachlaufend zum Tagesende berechnet.
  4. Konto erhalten: Nach Identitätsprüfung und Vertrag bekommen Sie ein „FTMO Account“ – laut FTMO weiterhin ein Demokonto mit fiktivem Kapital.
  5. Reward auszahlen: Gewinne auf diesem Konto werden zu bis zu 90 % als Reward ausgezahlt; im 2-Step-Modell erstattet FTMO die Prüfungsgebühr zu 100 %.

Zusätzliche Regeln machen den Unterschied zwischen den Programmen aus. FTMO wendet im 1-Step-Modell eine „Best Day Rule“ an: Der profitabelste Tag darf nicht mehr als 50 % der Gewinne aller positiven Tage ausmachen. Andere Anbieter verzichten auf die Prüfung. FundedNext verkauft mit „Stellar Instant“ ein Konto ohne Challenge und ohne Gewinnziel; es gibt keine Tagesverlustgrenze, aber einen nachlaufenden Maximalverlust von 6 %. Der Reward beginnt bei 70 % und steigt ab Tier 3 auf bis zu 80 %, eine Gebührenerstattung gibt es nicht.

Bemerkenswert sind die Hebel. FundedNext nennt für Stellar Instant 1:30 bei Devisen, 1:10 bei Indizes und Rohstoffen, 1:2 bei Aktien und 1:1 bei Kryptowährungen. The5ers gibt für sein Growth-Programm ebenfalls 1:30 an. Das ist eine andere Welt als bei Krypto-Perpetuals, wo Börsen deutlich höhere Hebel zulassen.

Unterm Strich verkaufen Retail-Prop-Firmen zwei Dinge: eine Prüfung mit klaren Regeln und die Aussicht auf einen Anteil an simulierten Gewinnen. Ob ein Anbieter offenlegt, wie viele Teilnehmer bestehen und wie viele tatsächlich eine Auszahlung erhalten, ist deshalb eine zentrale Frage bei der Auswahl.

Simuliertes Kapital statt Fremdkapital

Der Werbebegriff „Trading mit Fremdkapital“ legt nahe, dass eine Firma Ihnen echtes Geld zur Verfügung stellt. In den rechtlichen Hinweisen der Anbieter steht meist etwas anderes. Die folgenden Formulierungen stammen aus den Fußzeilen der offiziellen Websites, abgerufen am 15.09.2026:

  • FTMO: Alle Konten seien „demo accounts with fictitious funds“, der Handel finde ausschließlich in einer simulierten Umgebung statt; die FTMO-Gesellschaften agierten nicht als Broker und nähmen keine Einlagen an.
  • FundedNext: Der Handel erfolge mit „virtual funds in a simulated environment“; FundedNext sei weder Broker noch Börse und verwalte keine Kundengelder.
  • The5ers: Die für die Bewertung bereitgestellten „Funds“ seien fiktiv und stellten keine Währung dar.
  • Topstep: Trading Combine und Express Funded Account seien Simulationen; echte Konten führt eine separate Gesellschaft, TopstepFunded LLC, für ausgewählte Trader.

Das ist kein Vorwurf, sondern das Geschäftsmodell. Der Anbieter bewertet Ihre Handelsweise anhand simulierter Orders und zahlt nach seinen Regeln einen Anteil an den simulierten Gewinnen aus. FundedNext formuliert es ausdrücklich: Teilnehmer handeln keine echten Vermögenswerte und platzieren keine Live-Orders am Markt. The5ers hält fest, dass Trader keinen Anspruch auf das fiktive Guthaben haben.

Dieser Punkt ist entscheidend für die Frage, was ein „funded“ Konto eigentlich ist. Bei einer klassischen Kapitalvergabe würde der Anbieter echtes Geld riskieren. Bei einem simulierten Konto riskieren Sie die Gebühr, und der Anbieter zahlt Rewards nach seinen Bedingungen. Und bei einem Margin-Modell wie auf EVEDEX gibt es gar keinen Geldgeber: Das größere Konto entsteht allein durch Hebel auf Ihr eigenes Geld.

Prop Trader, Hedgefonds und Vermögensverwalter

In Diskussionen werden Prop Trader oft mit Fondsmanagern gleichgesetzt. Die Unterschiede liegen in der Herkunft des Geldes und in der Vergütung:

  • Prop Trader handeln für eigene Rechnung eines Unternehmens oder, im Retail-Modell, auf einem simulierten Konto. Kundengeld spielt keine Rolle.
  • Hedgefonds sammeln Geld externer Anleger ein und investieren es mit großen Freiheiten, auch mit Hebel und Leerverkäufen. Das Kapitalanlagegesetzbuch definiert Hedgefonds in § 283 KAGB als eigene Fondskategorie.
  • Vermögensverwalter verwalten Depots einzelner Kunden mit Entscheidungsspielraum; das KWG nennt das Finanzportfolioverwaltung.
  • Privattrader handeln ihr eigenes Geld auf eigenes Risiko, über Broker oder Börsen.

Die Volcker-Rule zeigt, dass Aufseher Eigenhandel und Hedgefonds als verwandte Risiken sehen: Beides wurde US-Banken grundsätzlich untersagt. Für Privatpersonen gilt die Unterscheidung vor allem praktisch. Ein Hedgefonds nimmt Ihr Geld als Anleger an, eine Retail-Prop-Firma verkauft Ihnen eine Prüfung, und eine Börse mit Funded-Subkonto gibt Ihnen einen Hebel auf Ihre eigene Einzahlung.

Eine vierte Gruppe verdient eine eigene Erwähnung: Anbieter, die sich „Prop Firm“ nennen, aber Geld von Kunden annehmen und Renditen versprechen. Das ist kein Prop Trading im eigentlichen Sinn. Die Verwaltung fremder Vermögen mit Entscheidungsspielraum führt das KWG als Finanzdienstleistung unter dem Namen Finanzportfolioverwaltung. Ob ein Unternehmen eine Erlaubnis besitzt, zeigt die BaFin-Unternehmensdatenbank, deren Datenstand am 15.09.2026 der 14.09.2026 war.

Die wichtigsten Begriffe im Prop Trading

Wer Programme vergleicht, stolpert über englische Fachbegriffe. Die folgenden sieben tauchen in fast allen Regelwerken auf:

  • Challenge oder Evaluation: die kostenpflichtige Prüfphase mit Gewinnziel und Verlustgrenzen, bei FTMO 10 % Gewinnziel in Phase 1.
  • Verification: die zweite Prüfphase im 2-Step-Modell, bei FTMO mit 5 % Gewinnziel.
  • Funded Account: das Konto nach bestandener Prüfung; bei Retail-Anbietern in der Regel simuliert.
  • Reward oder Profit Split: Ihr Anteil am Gewinn, bei FTMO bis zu 90 %, bei FundedNext Stellar Instant 70 bis 80 %.
  • Maximum Daily Loss: die Tagesverlustgrenze, bei FTMO 2-Step 5 % des Startkapitals.
  • Trailing Drawdown: eine Verlustgrenze, die mit dem Höchststand des Kontos mitwandert, bei FundedNext Stellar Instant 6 %.
  • Nominal oder Notional: der Positionswert, den Sie mit Margin und Hebel steuern können; bei EVEDEX etwa 1.500 USDT bei 50 USDT Margin.

Die letzten beiden Begriffe zeigen, warum Vergleiche schwierig sind. Eine 6-%-Verlustgrenze auf ein simuliertes 20.000-$-Konto begrenzt Ihren Handelsspielraum auf 1.200 $ Verlust, kostet Sie aber nur die Kontogebühr. Ein Nominal von 1.500 USDT auf EVEDEX begrenzt Ihren Verlust auf 50 USDT Margin – das sind jedoch 50 USDT Ihres eigenen Geldes.

EVEDEX Funded Trading: eigene Margin statt Kapitalvergabe

EVEDEX ist eine hybride Börse für Perpetual Futures: Orderbuch und Matching laufen off-chain, die Abwicklung erfolgt on-chain auf Arbitrum L2. Laut EVEDEX waren am 15.09.2026 von 68 Instrumenten 52 öffentlich handelbar, alle als unbefristete Kontrakte. CoinGecko wies für EVEDEX am selben Tag um 11:29 UTC ein Open Interest von 678,7 Mio. US-Dollar und ein 24-Stunden-Volumen von 645,5 Mio. US-Dollar aus.

Das Funded-Trading-Produkt beschreibt das Help Center so: Sie zahlen eigene Mittel als Margin ein und erhalten ein Subkonto mit höherem Nominal, etwa 50 USDT für 1.500 USDT oder 165 USDT für 5.000 USDT. „Anders als bei traditionellen Prop-Trading-Firmen“ gebe es keine Bewertungsphasen, keine Challenges und keine Gewinnaufteilung. Rechnerisch entspricht das einem Faktor von 30 beziehungsweise rund 30,3.

Die Nutzungsbedingungen für Funded-Subkonten ziehen die rechtliche Grenze deutlich:

  • Nominal ist eine Rechengröße: Er ergibt sich aus Ihrer Sicherheit multipliziert mit einem vorkonfigurierten Hebelfaktor und stellt keine eingezahlten oder zugeteilten Mittel dar.
  • Kein Kapital der Börse: EVEDEX stellt, verleiht oder überlässt Ihnen kein eigenes Kapital; „Funded“ werde nur der Einfachheit halber verwendet.
  • Auszahlbar ist nur echtes USDT: Den Nominalwert können Sie nicht abheben, nur Ihr tatsächliches Guthaben aus Margin und Handelsergebnis.
  • Gewinn ist netto: Realisierter Gewinn wird nach Handelsgebühren, Funding und Provisionen berechnet.
  • Zusatzhebel möglich: Innerhalb des Subkontos gilt ein maximaler zusätzlicher Hebel, der in der Oberfläche angezeigt wird.

Wie groß ein Nominal von 1.500 USDT ist, zeigt ein Beispiel. Bei einem Bitcoin-Kurs von 76.969 US-Dollar (CoinGecko, 15.09.2026, 11:30 UTC) entspricht er rund 0,019 BTC. Auf dem regulären Konto gelten die Hebelstufen der einzelnen Paare: laut Handelsbedingungen bis 200x nur auf BTC-USD, ETH-USD und SOL-USD bei Positionen bis 50.000 US-Dollar, darüber sinkt der Hebel stufenweise. Die Handelsgebühren betragen 0,015 % für Maker- und 0,045 % für Taker-Orders, das Funding wird alle acht Stunden berechnet und stündlich zu einem Achtel verrechnet.

Damit ist EVEDEX Funded Trading näher am Hebelhandel als an einer Prop-Firma: Sie handeln echte Kontrakte im Orderbuch, behalten 100 % des Nettogewinns und riskieren dafür Ihr eigenes Geld. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen: Bei einem Faktor von 30 verändert jede Kursbewegung von 1 % das Guthaben um rund 30 % der Margin.

Der Handel mit Perpetual Futures mit Hebel birgt ein hohes Verlustrisiko; EVEDEX steht Privatkunden im Vereinigten Königreich nicht zur Verfügung.

FAQ

Trading mit einer Prop-Firma bedeutet, dass Sie nach festen Regeln ein Konto der Firma handeln und am Gewinn beteiligt werden. Bei Retail-Anbietern wie FTMO zahlen Sie zuerst eine Prüfungsgebühr ab 89 Euro, erreichen 10 % und 5 % Gewinnziel und handeln danach ein Demokonto mit bis zu 90 % Gewinnanteil.
Prop Trading setzt Kapital der eigenen Firma ein, ein Hedgefonds verwaltet dagegen Geld externer Anleger und verdient an Verwaltungs- und Erfolgsgebühren. Beide Formen können mit Hebel handeln. Die US-Volcker-Rule verbietet Banken grundsätzlich beides: Eigenhandel sowie Beteiligungen an Hedgefonds und Private-Equity-Fonds, umgesetzt von fünf US-Aufsichtsbehörden.
Ein Prop Trader handelt nicht mit Kundengeld, sondern mit Kapital eines Unternehmens oder, bei Retail-Prop-Firmen, mit einem simulierten Konto. Im klassischen Eigenhandel ist er angestellt und bekommt Gehalt plus Bonus. Bei Anbietern wie FTMO zahlt er eine Prüfungsgebühr ab 89 Euro und erhält bis zu 90 % der simulierten Gewinne.
Proprietary Trader ist der englische Fachbegriff für Eigenhändler: Personen, die für eigene Rechnung des Hauses handeln. Das deutsche Kreditwesengesetz trennt dabei Eigenhandel nach § 1 Abs. 1a KWG, etwa Market Making mit eigenem Kapital, vom Eigengeschäft. Große Banken ab 100 Milliarden Euro Handelsbestand dürfen Eigengeschäfte nur abgetrennt betreiben.
Prop Trading Firmen, die Privatkunden in Deutschland bewerben, sitzen häufig im Ausland: FTMO nennt eine Adresse in Prag, FundedNext eine Registrierung auf den Komoren. Ob ein Unternehmen eine deutsche Erlaubnis hat, zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin, deren Datenstand am 15.09.2026 der 14.09.2026 war. Prüfen Sie dort den genauen Firmennamen.
Prop Firmen ist der Sammelbegriff für Anbieter, die Tradern ein Handelskonto gegen Regeln und Gewinnbeteiligung stellen. Die meisten Retail-Modelle arbeiten mit einer Prüfung und simuliertem Kapital: FTMO verlangt im 2-Step-Modell 10 % und 5 % Gewinn bei höchstens 10 % Verlust, FundedNext bietet ein Sofortkonto mit 6 % nachlaufender Verlustgrenze.
Fremdkapital Trading Anbieter versprechen, dass Sie mit fremdem Geld handeln. Laut den eigenen Bedingungen stellen FTMO, FundedNext und The5ers jedoch Demo- oder Simulationskonten mit fiktivem Guthaben bereit. EVEDEX stellt ebenfalls kein Kapital: Beim Funded Trading ergeben 50 USDT eigene Margin 1.500 USDT Nominal, also Handel mit Hebel.
Trader Funding bezeichnet Programme, bei denen ein Anbieter einem Trader ein größeres Handelskonto zuteilt, meist nach einer Prüfung. Bei FTMO 2-Step besteht sie aus 10 % und 5 % Gewinnziel bei höchstens 5 % Tagesverlust, bei FundedNext Stellar Instant entfällt sie ganz. EVEDEX Funded Trading nutzt eigene Margin: 165 USDT ergeben 5.000 USDT Nominal.

Verwandte Blog-Beiträge

Stoppuhr als Symbol für schnelle Entscheidungen beim Day Trading

Day Trading mit Krypto: Ablauf, Kosten und Risiken in Zahlen

Day Trading auf Krypto-Perpetuals Schritt für Schritt: erste Order ab 5 USDT, Stop-Loss, Maker- und Taker-Gebühren, Funding und Liquidation.

Vladimir Shepelev

Vladimir Shepelev

15. September 2026
11 Minuten
Trading-Chart mit Futures-Kontrakt

Was sind Krypto-Futures? Eine Einführung für Einsteiger

Mit Krypto-Futures können Trader auf die Preise von Bitcoin und Altcoins wetten, ohne den Basiswert zu besitzen. Erfahre, wie Kontrakte funktionieren, welche Margin-Regeln gelten und wann sie zu deiner Strategie passen.

Vladimir Shepelev

Vladimir Shepelev

30. Juni 2026
8 Minuten
Treppe aus Balken mit Pfeilen als Symbol für den schrittweisen Einstieg ins Forex Trading

Forex Trading für Anfänger: Einstieg in 6 Schritten

Forex Trading für Anfänger: Zugang wählen, Konto finanzieren, Handelszeiten verstehen, Positionsgröße berechnen und die erste Order mit TP/SL platzieren.

Vladimir Shepelev

Vladimir Shepelev

15. September 2026
11 Minuten